SEO & GEO Glossar · 16. Juli 2026
Bilder: Der eine Punkt, der die halbe Ladezeit ausmacht
Bei mehr als der Hälfte der Websites, die wir prüfen, sind Bilder der einzige relevante Grund für lange Ladezeiten. Und es ist der am einfachsten zu behebende.
Das typische Problem
Ein Foto aus der Handykamera hat vier bis acht Megabyte. Wird es unverändert hochgeladen und im Browser auf 800 Pixel Breite verkleinert dargestellt, überträgt der Besucher trotzdem die volle Datei. Bei fünf Bildern auf einer Seite sind das dreißig Megabyte für eine Ansicht.
Was zu tun ist
- Auf die tatsächliche Anzeigegröße verkleinern. Für ein Bild, das maximal 1200 Pixel breit dargestellt wird, genügen 1600 Pixel.
- Modernes Format verwenden. WebP spart gegenüber JPEG typischerweise ein Viertel bis ein Drittel bei gleicher Qualität.
- Qualität senken. Bei 75 bis 80 Prozent ist der Unterschied auf dem Bildschirm nicht sichtbar, die Datei aber deutlich kleiner.
- Verzögertes Laden. Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs werden erst geladen, wenn sie gebraucht werden.
- Abmessungen angeben. Sonst springt das Layout beim Laden – das kostet Bedienbarkeit und einen der Core-Web-Vitals-Werte.
Der Arbeitsablauf ist wichtiger als die einmalige Bereinigung
Wenn beim nächsten Hochladen wieder das unbearbeitete Kamerabild landet, ist das Problem in drei Monaten zurück. In WordPress und Shopify lässt sich die Umwandlung automatisieren – das ist die eigentliche Lösung.
Bildbeschreibungen
Der Alternativtext beschreibt, was zu sehen ist – für Menschen mit Sehbehinderung und für die Bildersuche. Bei Betriebsfotos lohnt sich der Ortsbezug: „Neue Heizungsanlage im Altbau in Regensburg-Stadtamhof“ statt „Bild 3“.
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