Eine Liste mit tausend Begriffen ist kein Ergebnis
Der Wert einer Recherche entsteht beim Aussortieren, nicht beim Sammeln.
Werkzeuge liefern in Minuten tausende Suchbegriffe. Der Aufwand liegt danach: Welche davon stammen von Menschen, die etwas beauftragen wollen, welche von Studierenden, welche von Wettbewerbern. Welche sind in absehbarer Zeit erreichbar. Und welche Seite ist für welchen Begriff zuständig. Eine Keyword Recherche, die diese drei Fragen nicht beantwortet, ist eine Tabelle, kein Arbeitsmittel.
Absicht
Informieren, vergleichen, beauftragen – drei völlig verschiedene Seiten.
Erreichbarkeit
Gegen wen müsste man antreten, und ist das realistisch.
Wert
Was ist eine Anfrage aus diesem Begriff im Geschäft wert.
Zuordnung
Je Begriff genau eine zuständige Seite – ohne Ausnahme.
Dubletten
Begriffe, die dieselbe Absicht haben, gehören auf dieselbe Seite.
Warum Suchvolumen die schwächste Kennzahl ist
Angezeigte Volumen sind gerundet, regional ungenau und sagen nichts über die Absicht. Ein Begriff mit tausend Suchen im Monat kann null Anfragen bringen, wenn dahinter Menschen stehen, die eine Erklärung suchen.
Wir arbeiten deshalb mit Volumen nur als drittem Kriterium. Zuerst die Absicht, dann die Erreichbarkeit, dann die Menge. Diese Reihenfolge sortiert Rohlisten sehr schnell aus.
Was in einer Rohliste erfahrungsgemäß aussortiert wird
Wer eine Liste aus einem Werbekonto exportiert, findet zuverlässig dieselben Kategorien wieder – und die meisten davon sind für die eigene Website wertlos.
- ✓Fremdmarken: Namen von Wettbewerbern und Anbietern, auf die man nicht optimiert
- ✓Fremde Orte, die außerhalb des Einzugsgebiets liegen
- ✓Reine Definitionsfragen ohne jede Kaufabsicht
- ✓Doppelte Schreibweisen desselben Begriffs, die dieselbe Seite betreffen
- ✓Begriffe mit Zahlen- oder Tippfehlermüll aus dem Export
- ✓Anfragen nach Stellen oder Praktika – die gehören auf die Karriereseite, nicht in SEO
Vom Begriff zur Seite
Das eigentliche Ergebnis unserer Recherche ist keine Begriffsliste, sondern eine Zuordnungstabelle: links die Suchanfragen, gruppiert nach Absicht, rechts die Seite, die dafür zuständig ist. Dazu drei Spalten: Existiert die Seite schon, muss sie überarbeitet werden, oder ist sie neu anzulegen.
Diese Tabelle ist gleichzeitig der Redaktionsplan. Sie verhindert den häufigsten Fehler in gewachsenen Websites – dass für denselben Begriff im Lauf der Jahre drei Seiten entstehen, die sich gegenseitig schwächen.
Häufige Fragen
Google Search Console für das, was tatsächlich passiert, den Keyword-Planer für die Größenordnung, dazu die Suchergebnisse selbst für die Frage, welche Seitenart Google erwartet.
Weniger, als die meisten denken. Zwanzig bis vierzig sauber zugeordnete Begriffe tragen einen mittelständischen Auftritt. Alles Weitere ergibt sich aus den Ratgebern.
Ja, mit demselben Vorgehen. Für Anzeigen kommt die Bewertung nach Klickpreis dazu und, ebenso wichtig, die Liste der auszuschließenden Begriffe.
Ja, als Tabelle, mit der eure Redaktion weiterarbeiten kann – unabhängig davon, ob wir die Umsetzung machen.
Tiefer einsteigen
Den Hauptbegriff je Seite festlegen – und sich daran halten
Wie man entscheidet, worauf eine Seite zielt, und warum zwei Seiten zum selben Thema schaden.
Nischen finden, in denen ihr gewinnen könnt
Wie man Suchbegriffe erkennt, die Nachfrage haben und für die niemand optimiert hat.
Inhaltslücken finden: Welche Fragen eure Website nicht beantwortet
Ein einfaches Verfahren, um herauszufinden, welche Seiten fehlen – ohne teure Werkzeuge.
Wie stark ist der Wettbewerb wirklich? Eine Prüfung in zwanzig Minuten
Ein einfaches Verfahren, um vor jedem Projekt einzuschätzen, wie viel Aufwand nötig ist.
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