Der Umkreis entscheidet, nicht das Suchvolumen
Für einen Betrieb mit fünfzig Kilometern Einzugsgebiet zählt eine einzige Anfrage aus Neutraubling mehr als tausend Einblendungen bundesweit.
Lokale Suchmaschinenoptimierung heißt: sichtbar sein, wenn jemand in erreichbarer Nähe nach einer Leistung sucht. Der entscheidende Unterschied zu allgemeinem SEO liegt in der Kartenbox – dem Ergebnisbereich mit Karte und drei Einträgen, der bei regionalen Anfragen ganz oben steht. Wer dort nicht auftaucht, konkurriert um Restplätze, auch wenn die Website gut ist.
Unternehmensprofil
Der wichtigste einzelne Hebel für die Kartenbox – und kostenlos.
Einheitliche Angaben
Name, Adresse, Rufnummer überall identisch geschrieben.
Bewertungen
Menge, Aktualität und Antworten. Alle drei zählen.
Ortsseiten
Eigene Seiten nur dort, wo es tatsächlich etwas zu erzählen gibt.
Regionale Erwähnungen
Vereine, Kammern, Presse aus dem Umfeld.
Wie Google entscheidet, wer in der Kartenbox steht
Drei Faktoren bestimmen die Reihenfolge: Entfernung zum Suchenden, Bekanntheit des Betriebs und Übereinstimmung mit der Anfrage. Die Entfernung lässt sich nicht beeinflussen, die anderen beiden schon.
Übereinstimmung heißt konkret: Die im Profil hinterlegte Kategorie muss zur Anfrage passen, die Leistungen müssen benannt sein, und die Website muss dieselben Begriffe verwenden. Bekanntheit entsteht aus Erwähnungen, Bewertungen und Verweisen aus dem regionalen Umfeld.
Ein häufiger Fehler ist eine zu breite oder falsche Hauptkategorie. Sie kostet mehr Plätze als jeder fehlende Text.
Die Arbeitsschritte bei lokalem SEO
In dieser Reihenfolge, weil die späteren Punkte auf den früheren aufbauen.
- ✓Einzugsgebiet nach Fahrzeit bestimmen, nicht nach Kilometern auf der Karte
- ✓Unternehmensprofil vollständig ausfüllen: Kategorie, Leistungen, Zeiten, Fotos
- ✓Firmenangaben auf Website, Impressum und in allen Verzeichnissen vereinheitlichen
- ✓Bewertungen systematisch einholen und jede beantworten
- ✓Leistungsseiten mit regionalem Bezug versehen, ohne Ortsnamen zu häufen
- ✓Ortsseiten nur für Orte mit echtem Bezug – Projekte, Kunden, Anfahrt
- ✓Regionale Erwähnungen aufbauen: Vereine, Innungen, Lokalpresse
Ortsseiten: der schmale Grat
Eine Seite je Ort im Einzugsgebiet klingt naheliegend und geht regelmäßig schief. Wenn dreißig Seiten entstehen, in denen nur der Ortsname getauscht ist, erkennt Google das Muster und wertet alle ab.
Eine Ortsseite trägt sich nur, wenn sie etwas enthält, das es nur dort gibt: ein Projekt vor Ort, Anfahrt und Erreichbarkeit, örtliche Besonderheiten wie Bebauung, Denkmalschutz oder Netzabdeckung, ein Ansprechpartner.
Deshalb legen wir lieber fünf gute Ortsseiten an als dreißig ausgetauschte – und arbeiten für die übrigen Orte mit dem Unternehmensprofil und der Umkreissuche.
Häufige Fragen
Sprachlich keiner. Beide meinen die Sichtbarkeit im eigenen Einzugsgebiet, im Unterschied zu bundesweiter Sichtbarkeit.
Nein, und angemietete Briefkastenadressen sind ein Risiko. Google prüft das, und die Löschung eines Profils trifft härter als eine schwächere Position.
Es zählt der Abstand zum Wettbewerb im selben Ort. Wichtiger als die Menge ist, dass regelmäßig neue dazukommen und dass jede beantwortet wird.
Ein gepflegtes Unternehmensprofil bringt auch allein Anfragen. Für die Kartenbox ist eine passende Website aber ein deutlicher Vorteil, weil Google den Abgleich der Leistungen dort vornimmt.
Tiefer einsteigen
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